Gott zieht bei uns ein.

Segnen kann jede/r Getaufte.

  • Palmzweige oder ein anderes Zweiglein
  • Gegenstände, die Atmosphäre des Gebets schaffen, z.B. Kerze, Kreuz, Ikone, Bibel, ein Bild vom Einzug Jesu in Jerusalem (im Internet aussuchen und ausdrucken) …

Die gesegneten Palmzweige sind Zeichen, dass Gott uns durch das Jahr begleitet.

Segnung der Palmzweige

Segensgebet 1:
Mit Begeisterung haben Menschen Palmzweige genommen und Jesus zugewinkt – wir haben auch Hoffnung, dass Du, Gott, unser Leben gelingen lässt. Segne diese Zweige als Zeichen dieser Hoffnung und begleite uns durch das Jahr – auch dort, wo etwas nicht gelingt, Du wirst es gut machen. Amen.

Palmsonntag zu Hause.

Segensgebet 2:
Die Zweige sind ein Zeichen des Lebens.
Dieses Zeichen des Lebens schätzen wir in diesem Jahr noch mehr als sonst. Gemeinsam bitten wir Gott, diese Zweige zu segnen:

Guter Gott, mit einem Palmzweig kündigte eine Taube dem Noah das Ende der großen Flut an. Diese Zweige sollen uns ein Zeichen der Hoffnung sein.

Gott, wir loben dich. Gott, wir preisen dich.

Auf dem langen Weg durch die Wüste zeigten Palmen dem Volk Israel, dass eine Oasen Stärkung und Ruhe schenkt. Diese Zweige sollen an die Ruheorte erinnern, die Gott uns schenkt.

Gott, wir loben dich. Gott, wir preisen dich.

Mit Palmzweigen grüßten die Menschen Jesus, als er nach Jerusalem kommt. Diese Zweige sollen uns ein Zeichen sein, dass er auch zu uns kommt und bei uns ist.

Gott, wir loben dich. Gott, wir preisen dich.

Darum bitten wir:

Gott, segne diese Zweige (zeichnet ein Kreuz über die Zweige).

Segne uns und alle, an die wir in unseren Herzen denken.

Amen.

Nach dem Segensgebet können Sie hier eine lyrische Interpretation von  „Singt dem König Freudenpsalmen“ hören.

Meditation

Die Wochen, die hinter uns liegen, haben uns sehr gefordert.
Viele haben Angst, spüren Trauer und Ohnmacht. Andere sind dankbar für alle Zeichen von Miteinander und Nähe trotz der Trennung oder sie haben Freude an der Natur, die aus dem Winter erwacht.

Auch der Palmsonntag ist von einer ähnlichen Spannung geprägt:
Jesus zieht vom Ölberg in die Stadt Jerusalem hinunter, die Menschen jubeln ihm zu. Sie freuen sich, dass er zu ihnen kommt. Sie streuen Palmen.

Dann ändert sich die Lage. Es werden seine letzten Tage sein. Er wird am Kreuz sterben.
Doch der Tod wird nicht das letzte Wort haben.

Wie Jesus am Palmsonntag zu den Menschen nach Jerusalem kommt, so kommt er auch heute zu uns. Gott ist bei uns.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Herr, erbarme Dich

Zusammen sind wir da vor Gott. Mit allen, die heute in ihren Häusern zusammen beten, sind wir Gottes Volk, das Jesus nach Jerusalem begleitet. Zu ihm rufen wir:
Herr, erbarme dich.

Wir hoffen auf das unzerstörbare Leben.  
Christus, erbarme dich.

Jesus, du bist in unserer Mitte:
Herr, erbarme dich.

Gebet

Gott, Herr über Leben und Tod,
die Frauen, Männer und Kinder in Jerusalem wussten noch nicht, was bevorstand.
Für Jesus selbst war es ein Schritt auf seinen Tod zu.
Doch der Tod behielt nicht das letzte Wort.
Es ist noch nicht lange her, da wussten auch wir nicht, was uns bevorsteht.
Vieles ist auch jetzt noch ungewiss.
Sende uns deinen Geist, damit wir Kraft und Mut finden, Jesu Weg mitzugehen.
Stärke uns und alle, die leiden, in dieser Hoffnung.
Darum bitten wir dich durch Christus, unseren Herrn.  Amen.

Evangelium-Frohe Botschaft: Mt 21,1-11

Als Jesus sich Jerusalem näherte, sandte er zwei Jünger ins nächste Dorf. Dort sollten sie einen Esel finden, auf dem noch niemand gesessen war. Diesen sollten sie zu Jesus bringen. Sie fanden den Jungen Esel, wie Jesus gesagt hatte.

Dann brachten die Jünger den Esel zu Jesus, legten ihre Kleider darauf und Jesus setzte sich auf ihn.

Viele Menschen breiteten ihre Kleider aus auf dem Weg, auf dem Jesus ritt, andere legten grüne Zweige auf den Weg. Sie alle, ob sie Jesus vorausgingen oder ihm nachfolgten, riefen laut: „Hosanna dem Sohn Davids, Gesegnet ist, der kommt im Namen des Herr. Hosanna in der Höhe.“ So zog Jesus in Jerusalem ein uns alle, die das sahen, staunten und fragten, wer denn da komme.

(aus: Die Bibel in kurzen Erzählungen. Orthodoxe Schulbibel)

Nachdenken – jede/r für sich – ihr könnt auch miteinander drüber reden …

  • Was bedeutet es für mich, dass Jesus kommt – auch heute?
  • Wie kann ich Jesus begleiten? Wie begleitet er mich in dieser Zeit?
  • Durch welche Stimmungen und Emotionen bin ich die letzten Wochen gegangen?
  • Welche Zeichen der Hoffnung habe ich in den letzten Tagen oder Wochen wahrgenommen?

Fürbitten

Die Fürbitten sind das Gebet für die anderen. Man braucht nicht viele Worte zu suchen, denn Gott kennt uns und weiß schon zuvor worum wir bitten wollen. Man kann  Fürbitten aussprechen, manchmal reicht es einfach die Namen von denen laut auszusprechen, die man Gott ans Herz legen will.

  • Für wen möchte ich heute besonders bitten?
  • Worum möchte ich Gott bitten, so dass ich am Ende dieser Woche Ostern feiern kann?

Ihr könnt auf jede Bitte antworten: Wir bitten dich, erhöre uns.

Vater unser

Herr Jesus Christus, du hast gesagt, wer mich kennt, kennt den Vater. So bringen wir unser Beten zu dir mit den Worten, die Jesus uns gelehrt hat: Vater unser im Himmel …

Bitte um Gottes Segen – für den Tag und die Woche

Gott, segne uns und alle, die in unserem Herzen sind.
Sei bei uns, wenn wir uns freuen und sei auch mit uns, wenn wir von Leid und Kreuz bedroht sind.
Du führst uns zum Leben:
Du, Abba, Vater;
Du, Sohn und unser Bruder
und Du, Gottes Gegenwart im Herzen.
Amen.

Zum Ausklingen der Andacht, hat Christoph, unser Organist wieder Musik ausgesucht: Passacaglia von J.S.Bach. (Dauer: 15 Minuten)

Gottes Schöpfung ist schön.